Gelassen älter werden mit Bestseller Autor Bertram Kasper und Catharina Maria Klein

Bertram Kasper und Catharina Maria Klein
Willkommen beim Podcast "Gelassen älter werden" – ein einfühlsames Hörmagazin von und für Best Ager, Silver Ager, Babyboomer oder schlicht Rentner, von und mit dem SPIEGEL-Bestseller-Autor Bertram Kasper und Catharina Maria Klein. Dieser Podcast ist eine inspirierende Informationsquelle rund um das Altern, abgestimmt auf Themen, die Menschen in der dritten Lebensphase bewegen und bereichern. 
 
Mit spannenden Gästen wie Tamara Dietl, Anselm Grün und Gerald Hüther sprechen wir über die Herausforderungen und Freuden des Älterwerdens. Wir erkunden Lebensqualität im Alter, liebevolle Beziehungen, gesundes Altern oder Sexualität im Alter. Ihr erfahrt darüber hinaus, wie Ihr die Endlichkeit annehmen, Krisen bewältigen und Euren Ruhestand genießen können. 
 
Doch wir besprechen nicht nur die leise Seite des Alters: Ob es nun der Marathon mit 66 Jahren, die ehrenamtliche Tätigkeit bei einer Tafel oder die Weltreise mit 70 Jahren ist – dieses Hörmagazin feiert die aktive Seite des Seniorenlebens! Dieser Sozialwissenschaften Podcast lehrt Gelassenheit, innere Zufriedenheit und bietet Euch zahlreiche Hinweise, um körperliche und geistige Gesundheit im Alter zu fördern. 
 
Es geht darum, eine Pro Aging Kultur zu etablieren und zu zeigen, dass jede Lebensphase ihre einzigartige Schönheit und Weisheit hat. "Gelassen älter werden" – weil die zweite Lebenshälfte zu den besten Zeiten gehören sollte!

Und jetzt gibt es auch das Buch zum Podcast „Die größte Reise deines Lebens – mit Gelassenheit älter werden“. Hier vorbestellen oder überall,, wo es Bücher gibt. 

Ich wurde zum Unternehmenswitwer - obwohl niemand starb

Uwe Paris beschreibt seinen Weg vom Kunstlehrer zum Unternehmer in der Stahl- und Schweißtechnik. Nach dem Tod seines Vaters übernahm er die Firma, berichtet von den Belastungen des Alltags und arbeitet seit 2024 beratend und als Autor.

27.08.2026 58 min

Ich wurde zum Unternehmenswitwer – obwohl niemand starb.

Was bleibt von einem Menschen, wenn die Firma, mit der er 35 Jahre gelebt hat, plötzlich nicht mehr da ist?
Uwe Paris war Kunstlehrer und Kunsthistoriker, als der Tod seines Vaters 1991 sein Leben auf eine vollkommen neue Spur setzte. Zurück blieben eine Firma, Schulden, Mitarbeitende – und ein unausgesprochenes Versprechen: Ich kümmere mich.

Aus dem vorläufigen Nachlassverwalter wurde ein Unternehmer. Zeitweise führte Uwe eine Firmengruppe mit rund 350 Beschäftigten, geprägt von Neugier, Kreativität und einer ungewöhnlich menschlichen Art der Führung.

Doch eine Nachfolge für das gesamte Lebenswerk fand sich nicht. Betriebe wurden verkauft, der letzte operative Teil schließlich geschlossen. 

Und dann geschah etwas, womit Uwe trotz aller Vorbereitung nicht gerechnet hatte: Er trauerte.

Immer wieder fuhr er in die leeren Hallen, ging durch die Stille und ließ den Abschied auf sich wirken. Fast wie ein Gang zum Friedhof. So entstand sein berührendes Bild vom Unternehmenswitwer – von einem Mann, der niemanden verloren hatte und sich dennoch wie ein Hinterbliebener fühlte.

Bertram spricht mit Uwe darüber, wie eng Beruf, Selbstbild und Lebenssinn miteinander verwachsen können. Was geschieht, wenn mit dem Unternehmen auch die tägliche Aufgabe, das vertraute Umfeld und das Gefühl, gebraucht zu werden, verschwinden? Und wie findet man nach Jahrzehnten des Funktionierens zurück zu sich selbst?

Es geht um Unternehmensnachfolge und Verantwortung, aber ebenso um Trauerarbeit, Schreiben als Selbstklärung, die heilsame Wirkung leerer Räume und die Kunst, dem eigenen Lebenswerk mit Güte zu begegnen. Uwe erzählt, warum die Audiografie mit Ingo Stoll für ihn beinahe therapeutisch wurde und weshalb auf ein Lebenswerk vielleicht kein Ruhestand folgen sollte, sondern ein Alterswerk.

„Alles, was du tust, ist endlich. Und jetzt sieh es mal mit Güte und Gelassenheit, nimm die schönen Dinge mit und erfinde was Neues. Ein Alterswerk vielleicht.“

Uwe Paris

In dieser Episode geht es unter anderem um:

• den ungeplanten Weg vom Kunstlehrer zum Unternehmer
• Verantwortung nach dem Tod des Vaters
• Unternehmensnachfolge ohne geeigneten Nachfolger
• den Abschied von einem Lebenswerk
• Trauer nach Verkauf und Schließung einer Firma
• Identität und Sinn nach dem Berufsleben
• Schreiben und Audiografie als Wege der Selbstklärung
• die Idee eines eigenen Alterswerks

Links:

Zur Audiografie mit Uwe Paris und Ingo Stoll: [LINK EINFÜGEN]